Beatrice Dillon - Dekmantel Festival 2017 - Day 5 (credits - Yannick van de Wijngaert)

Das Dekmantel Festival 2017: Liebevoll Orchestrierte Mannigfaltigkeit Mit Internationaler Strahlkraft

Letztes Wochenende war es endlich wieder so weit: Das mittlerweile legendäre Dekmantel Festival schlug für ingesamt fünf unfassbare Tage des musikalischen Hochgenusses seine Zelte in Amsterdam auf.

Schon seit Jahren wollten wir das Dekmantel Festival besuchen, da es weltweit kein Festival gibt, das mit einem derart geschmackvollen und wissenden Booking aufwarten kann, wie es das Dekmantel Kollektiv macht.

Atmosphere 1 - Dekmantel Festival 2017 - Day 4 (credits - Bart Heemskerk)

Diese Mischung aus Musikern mit Legendenstatus (Jeff Mills, Robert Hood, GAS, Larry Heard, Masters At Work, DAF,…), garniert mit internationalen Lieblingen (Helen Hauff, Lena Willikens, Ben UFO, Nina Kraviz, Joy Orbison,…), angereichert mit dem Dekmantel & Rush Hour Ecosystem (Juju & Jordash, Dekmantel Soundsystem, Antal, Hunee, San Proper,…) und versüßt mit zahlreichen weitern fantastischen Künstlern lässt das Herz eines jeden Musik Connaisseurs höher schlagen, wenn nicht gar nicht im Rhythmus hüpfen.

Bevor wir jetzt vor lauter Lobhudelei in Schlingern geraten, tauchen wir tiefer in die Festivaltage und -geschehen ein.

Freitag: Fun-Fun-Fun-Day

Unser Freitag ging mittags los und dann gleich auch richtig gut. Nina Kraviz eröffnete die Selectors Stage mit einem 4 Stunden Set, das nicht nur die Selectors Stage des Dekmantel Festivals zum Beben brachte, sondern auch uns mit einem sehr breiten Grinsen gen Mainstage zu Mathew Jonson entließ.

Nina Kraviz - Dekmantel Festival 2017 - Day 3 (Bart Heemskerk)

OMG! Hatten wir uns auf Mathew Jonson gefreut und wir wurden auch nicht enttäuscht. Natürlich spielte er seine Hits wie Marionette, aber das Setting hätte auch nicht besser sein können. Die Sonne gab alles, die Leute lagen im Gras oder tanzten und dann dieser klare und zugleich sehr druckvolle Sound – TRAUMHAFT!!!

Omar S folgte darauf und stand weit oben auf unsere Listen-Liste, doch naja, wie das immer mit den Erwartungen so ist… Wir sind dann wieder rüber zur Selectors Stage, wo uns Phuong-Dan an die Hand nahm und auch überhaupt nicht mehr los lassen wollte. Ich kannte ihn vorher überhaupt noch nicht, doch bin ich jetzt ein riesiger Fan vom Phuong-Dan, der sonst öfters im Pudel (HH) und im Salon des Amateurs (D’Dorf) anzutreffen ist. Psychedelisch, Krautrock, Electronica,… I don’t know – einfach super! Und auch ein sehr sympathischer Typ ;-)

Na klar und dann, dann ging es natürlich mit zwei unser ganz großen Lieblinge weiter: Midland & Job Jobse bespielten die Mainstage. Wunderschönes Set von zwei gut aufgelegten Typen, die ihr Glück kaum fassen konnten, gemeinsam die Mainstage bespielen zu dürfen.

Danach ging es ganz zügig ins Greenhouse, wo zwei absolute Legenden zu Höchstform auflaufen sollten: Jeff Mills und Tony Allen brachten dem andächtig lauschendem Publikum Afrobeats, Jazz und Electronica näher. Was bleibt: Wahnsinnig coole Outfits, ein extrem entspannter Tony Allen am Schlagzeug und ein Jeff Mills, der jeden an der 909 nass machen würde ;-)

Dekmantel Festival 2017 - Rober Hood - Day 3 (Bart Heemskerk)

Zum Abschluss des Freitags ging es mit einem extrem gut aufdrehenden Robert Hood weiter: Ein Brett jagte das nächste Brett – Detroit Techno at its best!

Samstag: Surprise, Surprise, Surprise…

Einmal kurz durchschnaufen und dann ging es schon weiter mit dem nächsten Dekmantel Tag. Natürlich auf dem Selectors Floor mit Marcel Dettmann.

Marcel Dettmann - Dekmantel Festival 2017 - Day 4 (credits - Yannick van de Wijngaert)

Ehrlich gesagt, und ich muss das auch mal sagen, kann ich mit dem stumpfen Techno von Dettmann, Klock & Co nicht viel anfangen, aber was Marcel Dettmann an diesem Samstag auf die Bretter des Selectors Floors zauberte, war der Wahnsinn! Zu Wave, Electronica und Techno auf diesem wunderschönen Floor mit großer Trauerweide tanzen – Puh!

Inga Mauer - Dekmantel Festival 2017 - Day 4 (credits - Yannick van de Wijngaert)

Auf Marcel folgte Inga Mauer aus Russland. Ich hatte von ihr gehört, aber das sie den Laden so auseinander nehmen würde, das hätte ich nicht gedacht! Voller Energie herumspringend, jeden Sound feiernd, ziemlich großartig ;-)

Joy Orbison & Jon K - Dekmantel Festival 2017 - Day 4 (credits - Bart Heemskerk)

Im UFO stand das nächste Highlight an: Donato Dozzy & Peter van Hoesen sollten ein Hybrid Set spielen. Das war richtig groß, doch leider war es viel zu heiß in diesem Zelt, so dass wir uns über das Gelände treiben ließen, bei Joy Orbison (Greenhouse) vorbeischauten und natürlich Jon Hopkins und Ben UFO auf der Mainstage vergötterten.

Dekmantel Soundsystem - Dekmantel Festival 2017 - Day 4 (credits - Bart Heemskerk)

Doch führte uns der Weg immer wieder auf die Selectors Stage. Das Dekmantel Soundsystem spielte ein wahnsinniges Regenset bevor Vladimir Ivkovic die Tür auf der Selectors Stage abschloss – OMG, was für großartige Musik!

Sunday – Well, Well, Well, Dekmantel Festival

Unglücklicherweise mussten wir schon Sonntag abreisen, so dass wir das Closing verpassten ;-( Passiert uns nächstes Jahr bestimmt nicht mehr!!!

Atmosphere 4 - Dekmantel Festival 2017 - Day 4 (credits - Yannick van de Wijngaert)

Was bleibt? Das Dekmantel Festival hat uns zu 100% umgehauen, hat unsere Herzen höher schlagen lassen, hat uns verdammt viel Lachen entlockt, hat uns total überrascht, hat unseren Ohren mit wirklich perfekten Sound geschmeichelt, hat uns musikalische Mannigfaltigkeit gezeigt, die man auf Festivals oft vermisst, hat uns gezeigt, was perfekte Organisation bedeutet, hat uns gezeigt, was passiert, wenn die Musik zu 110% im Mittelpunkt steht.

Ganz, ganz, ganz, ganz, ganz großer Sport liebes Dekmantel Festival Team!!! Hartstikke bedankt!

We fell in love and will come back in 2018 ;-)

BTW: Sobald die beschriebenen Sets verfügbar sind, ergänzen wir die Streams! Bis dahin könnt Ihr Euch die wahnsinnig gut kuratierte Dekmantel Festival Playlist von den Kollegen von Mixmag anhören – THX Dudes!

Fotos:
Bart Heemskerk (Atmosphere 1, Nina Kraviz, Rober Hood, Joy Orbison, Dekmantel Soundsystem)
Yannick van de Wijngaert (Header, Marcel Dettmann, Inga Mauer, Atmosphere 4)