Das Sacred Ground Festival 2018 Lässt Alles Für Alle Offen Oder Der Versuch Das Unbeschreibliche Nachzuerzählen

Nach einem überraschend großartigen ersten Date mit Brüssow letzten Sommer hat es uns auch dieses Jahr vom 13. bis 15. Juli in die Uckermark gezogen. Sänger Ry X und Elektro-Pionier Frank Wiedemann kuratieren hier das Sacred Ground Festival, bei dem Musik auf Natur und Bier auf Yoga treffen. Eine vielversprechende Mischung, die uns auch dieses Mal wieder überzeugt hat.

Gelegen in dem kleinen Örtchen Trampe/Brüssow in der waldig-windverwehten Uckermark, lässt es sich nach dem Ankommen gut zu allererst in den weichen Erdboden ins Zelt sinken. Kommt man früh an, hört man erstmal nur Vögel. Ein kurzer Regenschauer, dann wandert die Sonne hinter den Wolken hervor und die Klänge des ersten Acts beginnen den Campingplatz einzunehmen. 

Das Sacred Ground ist ein Festival, das es schafft, die Musik in ein Setting zu bringen, in dem man sich mitunter fühlt, als würde man sich spontan mit Freunden nach einem Abendessen im Garten vor dem Ferienhäuschen entschließen, noch ein bisschen dem nahenden Sonnenaufgang entgegen zu tanzen: Ein Abend, an dem man sich pudelwohl zwischen bekannten und neuen Gesichtern fühlt, und eine Nacht, in die man sich ohne großes Tamtam hineintreiben lässt. Ein Moment, von dem man vielleicht nicht allzu viel erwartet, von dem man aber ganz sanft umgehauen und mitgerissen wird.  

Außer großartiger durchtanzter Techno-Nächte ließen sich auch dieses Mal wieder malerische Momente unter der sonnigen Freiluft-Dusche mit Blick über die weiten Felder erleben (auch wenn wir es dort meist nicht zu lang ausgehalten haben, weil uns die großartige Musik wieder auf das Gelände gelockt hat), leckersten Kaffee genießen, bei einem mit Liebe zubereiteten Falafel entspannt zu Bearcubs auf der Wiese liegen und Wolkenbilder betrachten, mit den DorfbewohnerInnen ein Pläuschchen halten oder im gemütlichen Ambient-Bereich herumlungern.

Egal ob man mit Kindern ein entspanntes Musikwochenende auf dem Land verbringen will oder ob man ohne Zelt anreist, weil man vor hat, von Freitag bis Sonntag kein Auge zuzumachen – oder ob man Lust hat auf alles zusammen. Das Sacred Ground lässt alles für alle offen und hat das Zeug, die einen wie auch die anderen von ihren Vorhaben abzubringen und sich überraschen und fallen zu lassen. Mit den Menschen um einen in den Moment, der Musik sei Dank.


Unsere musikalischen Highlights waren dieses Mal:


 

Bearcubs

 


Lea Porcelain


Âme


Gerd Janson


Perel & Jennifer Cardini


Mano Le Tough


Unsere Spotify Playlist zum Festival


Zugabe: Ambient Area Fundstücke